Uwe Sunkel

Seit über 20 Jahren führt Uwe Sunkel Projekte im nationalen und internationalen Human Resources Umfeld durch. Zu seinen Kunden gehören Unternehmen des Mittelstands ebenso wie internationale Großkonzerne.

Interim Manager zum Nulltarif

Interim Manager zum Nulltarif

In den letzten Wochen wurde wieder einmal alter Wein in neue Schläuche abgefüllt. Oder war es neuer Wein in alte Schläuche? Jedenfalls versuchte ein neuer Dienstleister, die Vermittlung von Interim Managern über einen Online-Marktplatz als brandneue Idee zu verkaufen. Interim Management zum Nulltarif? Ob das wirklich so eine gute Idee ist?

Konkret geht es um eine Internet-Plattform, welche seinen Kunden den direkten Kontakt zu der Zielgruppe der Interim Manager verspricht. Die unmittelbaren Kostenvorteile sind natürlich attraktiv. Ich werde Ihnen aber am Ende dieses Beitrags zeigen, wie Sie ebenfalls kostenlos und mit bereits vorhandenen „Bordmitteln" die gleiche Zielgruppe erreichen.

Das Konzept

Im vorliegenden Fall können registrierte Nutzer eine Online-Datenbank nach geeigneten Qualifikationen durchsuchen und – im Erfolgsfall – den Kontakt zu dem betreffenden Interim Manager direkt herstellen. Auf diese Weise wird der Vermittler (auch Provider genannt) ausgeschaltet und kann keine Provision für die Vermittlung mehr verlangen. Das klingt doch gut – oder?

Ja natürlich ist diese Idee gut – wenn sie denn funktioniert. Beide Seiten profitieren. Der Kunde zahlt kein Vermittlungshonorar, welches i. d. R. im Tagessatz eingepreist wird. Auch der Interim Manager hat einen Vorteil, da er einen höheren Tagessatz direkt beim Kunden in Rechnung stellen kann. Win-Win.

Aber Vorsicht. Unter dem Strich zählt nur, ob der Kunde den passenden Manager findet und mit dessen Leistung auch wirklich zufrieden ist. Beides hängt von Faktoren ab, welche ein Internet Marktplatz kaum sicherstellen kann.

Alles schon da gewesen

Zunächst einmal gibt es bereits seit Jahrzehnten Plattformen wie Gulp, Projektwerk oder Manatnet, welche die gleichen Leistungen anbieten. Selbst die DDIM (Dachgesellschaft Deutsches Interim Management) präsentiert ihre Mitglieder auf der eigenen Webseite. Projektwerk bietet sogar ein automatisiertes Matching zwischen Profilen und Projekten an. Eine „neue" Idee ist der Marktplatz für Interim Manager also keinesfalls. Mir persönlich ist es gleich – aber rein faktisch werden hier die Kunden mit Falschaussagen geködert. So etwas tut man nicht.

Faktor 1: Die kritische Größe

Unterstellen wir für das folgende Beispiel einmal, dass das versprochene Matching zwischen Anforderungen und registrierten Profilen wirklich funktioniert. Dann kann der suchende Kunde nur dann fündig werden, wenn die registrierten Interim Manager in ausreichender Zahl, mit den gesuchten Qualifikationen und mit der notwendigen Erfahrung in der Datenbank enthalten sind. Es geht dabei also um die kritische Größe. Und genau da habe ich meine Zweifel.

Wir sind jetzt seit ungefähr 10 Jahren als Vermittler für Interim Manager, Projektmanager und Unternehmensberater tätig. In dieser Zeit haben wir gelernt, dass die Suche und Auswahl von Interim Managern über eine Online-Lösung nicht funktioniert. Vielmehr ist diese besondere Form des Recruitings ein reines People-Business. Wer hier nicht mit der Gründlichkeit eines professionellen Recruiters vorgeht, wird bald Heti und Fleti in seinem Managerpool wiederfinden – nicht jedoch die handverlesenen Interim Manager, die einen messbaren Kundennutzen bringen.

Klingt hart? Ist es auch. Es gibt Zeiten, da werden alle Provider förmlich überrannt von Bewerbern, die sich zukünftig als Interim Manager verdingen wollen. Ganz häufig sind dies Notlösungen aufgrund einer drohenden oder bereits eingetretenen Arbeitslosigkeit. Ich verurteile dies nicht. Unter diesen Kandidaten sind manchmal regelrechte Perlen, die wir gerne aufnehmen. Die weitaus größere Zahl der Bewerber müssen wir jedoch aus Gründen der Qualitätssicherung ablehnen. Eine Plattform, welche die Türen für jeden öffnet, kann diese Qualität niemals sicherstellen.

Faktor 2: Unabdingbare Qualitätssicherung

Ich befürchte auch, dass der versprochene „sorgfältige Akkreditierungsprozess" in der Praxis nicht wirklich funktioniert. Um die Plattform schnellstmöglich mit einer relevanten Anzahl von Profilen zu füllen, muss der Anbieter am Anfang über die große Masse gehen. Tut er das nicht und nimmt z. B. nur 10 Bewerber pro Woche in seine Datenbank auf, dann wird er sein Kundenversprechen (alle Qualifikationen, sofort verfügbar) nicht einhalten können. Lässt er aber z. B. 50 oder gar 100 Kandidaten pro Woche zu, dann leidet zwangsläufig die Qualität. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, wie ein Anbieter den hierfür notwendigen zeitlichen Aufwand bereitstellen will.

Gegenvergleich: wir haben derzeit ca. 1.200 Interim Manager in unserer Datenbank. Der Aufbau dieses Netzwerkes hat ungefähr 10 Jahre gedauert. Zur Zeit nehmen wir 2-3 neue Manager pro Woche in unseren Pool auf.

Faktor 3: Die guten Interim Manager sind nicht dort

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Die wirklich erfahrenen und erfolgreichen Interim Manager verfügen selbst über ein hervorragendes Netzwerk. Die würden im Traum nicht daran denken, sich kostenpflichtig in einer Internet Datenbank zu registrieren. Das bedeutet für den suchenden Kunden, dass er die wirklich interessanten Kandidaten dort sehr wahrscheinlich nicht finden wird, da der Zugangsweg einfach ein anderer ist. Solche Kandidaten an sich zu binden bedeutet für einen Provider viel Arbeit und funktioniert nur über den Aufbau einer vertrauensvollen, persönlichen Beziehung.

Faktor 4: Der eigentliche Kostenvorteil

Bleibt unter dem Strich der Kostenvorteil. Dieser ist nicht von der Hand zu weisen. Die großen etablierten Provider versuchen, Margen zwischen 25% und 30% vom Tagessatz für sich zu vereinnahmen. Ich werde jetzt keine Lanze für die Höhe dieser Provisionen brechen. Zwar ist es transparent und nachvollziehbar, dass der Research, die Pflege des Netzwerkes, das Vorhalten eines Backoffices etc. einen finanziellen Aufwand erforderlich machen. Ob dies allerdings Margen in genannter Höhe erforderlich macht, wage ich anzuzweifeln. Es gibt auch andere Beispiele von Vermittlern, welche über entsprechende Rahmenverträge Margen unter 10% vereinbart haben. Über die Skaleneffekte verdienen auch die ihr Geld.

Ob 10% oder im Einzelfall sogar 25% gerechtfertigt sind, lässt sich aber trotzdem nicht pauschal beantworten. Sondern nur dann, wenn die dahinter stehende Leistung mit bewertet wird. Sie können ein Auto für 9.000 Euro oder für 39.000 Euro kaufen. Für beide Entscheidungen gibt es gute Gründe. Keine ist per se richtig oder falsch. Es kommt darauf an, was Sie brauchen. Und sind wir einmal ehrlich. Der alte Spruch: „Wer billig kauft, kauft zweimal." hat sich schon so oft bewahrheitet, dass sich der zweite Blick auch beim Einkauf eines Interim Managers lohnt.

Unter dem Strich ...

Fazit: Das eine tun und das andere nicht lassen – das wird wohl hier der beste Ansatz sein. Es schadet nicht, zunächst einmal selbst in Datenbanken auf die Suche zu gehen. Wenn Sie dort tatsächlich fündig werden, hat sich diese Option für Sie allemal gelohnt. Und wenn nicht, stehen Ihnen die professionellen Vermittler sicherlich immer noch gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ach ja, ich hatte Ihnen ja eingangs versprochen, Ihnen eine kostenlose Lösung über vorhandene Bordmittel vorzustellen. Nun denn: werfen Sie doch einfach einmal einen Blick auf die bei XING oder Linkedin registrierten Interim Manager. Eine Testabfrage in XING am 13.10.2013 brachte 7.919 Treffer. Mit den gleichen Methoden, die wir im Active Sourcing einsetzen, finden Sie dort mit Sicherheit bereits genügend passende Kandidaten. Wie Sie aus der Vielzahl der registrieren Manager die passenden heraus filtern, das zeigen wir Ihnen gerne. Wer braucht da eigentlich noch eine weitere Datenbank?

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Comments 9

Guest - Jürgen Becker on Monday, 14 October 2013 09:30

Lieber Herr Sunkel,

ich teile Ihre Ansicht zu einem Teil, zu einem anderen Teil nicht - was Sie nicht verwundern wird.

1. Dem neuen Anbieter habe ich eine Abmahnung angedroht für den Fall, dass er sich weiter als "erster Online-Marktplatz im Interim Management" bezeichnet.

2. Wenn Sie als Marktplatzbetreiber jeden zulassen, werden Sie in der Tat keine Qualität hinbekommen. Wir haben in zehn Jahren gerade mal 500 Interim Manager aufgenommen: Das sind weniger als die Hälfte, die Sie im gleichen Zeitraum aufgenommen haben. Unsere Aufnahmekrierien sind strikt, manchmal denke ich, zu stikt: 7 von 10 Bewerbern haben durchschnittlich wir in den vergangenen Jahren abgelehnt.

Zudem: Die abschließende Qualitätssicherung ist bei MANATNET Chefsache - ausschließlich. Niemand sonst hat die Administrator-Rechte, um einen Interim Manager am Marktplatz freizuschalten.

2. Interim Manager aus der ersten Liga sind sehr wohl bei MANATNET registriert. Ebenso sicher nicht alle. Daran arbeite ich.

3. Die Zeiten des "Interim Management = People Business" gehen eindeutig zu Ende. Das geben Sie indirekt zu, indem Sie auf XING und LinkedIn verweisen. Dort suchen die Unternehmen (im Übrigen auch bemerkenswert viele Unternehmen, die sich auch als professioneller Provider sehen! MANATNET hat das noch nie getan) auch nur nach Kandidaten, die - Achtung! - kein Mensch qualitätsgesichert hat.

Aus meiner Sicht - aber Sie wissen, ich stehe nicht für den Mainstream in unserem Geschäft - ist das Interim Management für die meisten Unternehmen inzwischen eine beinahe normale Beschaffungsschine, um Kapazitäten und/oder Knowhow für das eigene Unternehmen zu beschaffen. Ob das dann Festanstellung, Interim Management, Zeitarbeit, Freelancing oder sonst wie heißt, ist den Unternehmen einigermaßen wurscht, wenn wir davon absehen, dass die Festanstellung stets Priorität hat. Sanierungen und Krisen nehme ich hiervon ausdrücklich aus. Sie und ich wissen, dass das nur noch ein ganz kleiner Anteil am Interim-Geschäft ist.

Denken wir alle mal eine Dekade nach vor: Die Generation Y ist in den Entscheidungsebenen der Unternehmen angekommen...

Gruß

Jürgen Becker

Lieber Herr Sunkel, ich teile Ihre Ansicht zu einem Teil, zu einem anderen Teil nicht - was Sie nicht verwundern wird. 1. Dem neuen Anbieter habe ich eine Abmahnung angedroht für den Fall, dass er sich weiter als "erster Online-Marktplatz im Interim Management" bezeichnet. 2. Wenn Sie als Marktplatzbetreiber jeden zulassen, werden Sie in der Tat keine Qualität hinbekommen. Wir haben in zehn Jahren gerade mal 500 Interim Manager aufgenommen: Das sind weniger als die Hälfte, die Sie im gleichen Zeitraum aufgenommen haben. Unsere Aufnahmekrierien sind strikt, manchmal denke ich, zu stikt: 7 von 10 Bewerbern haben durchschnittlich wir in den vergangenen Jahren abgelehnt. Zudem: Die abschließende Qualitätssicherung ist bei MANATNET Chefsache - ausschließlich. Niemand sonst hat die Administrator-Rechte, um einen Interim Manager am Marktplatz freizuschalten. 2. Interim Manager aus der ersten Liga sind sehr wohl bei MANATNET registriert. Ebenso sicher nicht alle. Daran arbeite ich. 3. Die Zeiten des "Interim Management = People Business" gehen eindeutig zu Ende. Das geben Sie indirekt zu, indem Sie auf XING und LinkedIn verweisen. Dort suchen die Unternehmen (im Übrigen auch bemerkenswert viele Unternehmen, die sich auch als professioneller Provider sehen! MANATNET hat das noch nie getan) auch nur nach Kandidaten, die - Achtung! - kein Mensch qualitätsgesichert hat. Aus meiner Sicht - aber Sie wissen, ich stehe nicht für den Mainstream in unserem Geschäft - ist das Interim Management für die meisten Unternehmen inzwischen eine beinahe normale Beschaffungsschine, um Kapazitäten und/oder Knowhow für das eigene Unternehmen zu beschaffen. Ob das dann Festanstellung, Interim Management, Zeitarbeit, Freelancing oder sonst wie heißt, ist den Unternehmen einigermaßen wurscht, wenn wir davon absehen, dass die Festanstellung stets Priorität hat. Sanierungen und Krisen nehme ich hiervon ausdrücklich aus. Sie und ich wissen, dass das nur noch ein ganz kleiner Anteil am Interim-Geschäft ist. Denken wir alle mal eine Dekade nach vor: Die Generation Y ist in den Entscheidungsebenen der Unternehmen angekommen... Gruß Jürgen Becker
Guest - Dietmar von Polenz on Monday, 14 October 2013 10:51

Sehr geehrter Herr Sunkel,

ich möchte die Aussagen von Jürgen Becker bestätigen und unterstreichen.
Dem Unternehmen bringt die ebenfalls kostenpflichtige Registrierung bei der neuen Plattform keine messbare Leistung gegenüber einer Suche bei Google, den von Ihnen aufgeführten Platformen und den sozialen Netzwerken.
Warum sollen sich dann Interim Manager dort registrieren? Die neue Eigenlob-website liefert keinerlei überprüfbare oder werthaltige Fakten und Informationen. Dafür einen opulenten Zitatenschatz längst verstorbener Personen. Interim Management muß Problemlösungen und Zukunft verkaufen, nicht verweste Vergangenheit!

Sehr geehrter Herr Sunkel, ich möchte die Aussagen von Jürgen Becker bestätigen und unterstreichen. Dem Unternehmen bringt die ebenfalls kostenpflichtige Registrierung bei der neuen Plattform keine messbare Leistung gegenüber einer Suche bei Google, den von Ihnen aufgeführten Platformen und den sozialen Netzwerken. Warum sollen sich dann Interim Manager dort registrieren? Die neue Eigenlob-website liefert keinerlei überprüfbare oder werthaltige Fakten und Informationen. Dafür einen opulenten Zitatenschatz längst verstorbener Personen. Interim Management muß Problemlösungen und Zukunft verkaufen, nicht verweste Vergangenheit!
Guest on Monday, 14 October 2013 11:59

Herr Becker hat einen wichtigen Hinweis gegeben und mich gleichzeitig in einer Aussage korrigiert. Ich habe oben geschrieben, dass

"die Suche und Auswahl von Interim Managern über eine Online-Lösung nicht funktioniert" und "ein reines People-Business"
ist. Das ist so nicht ganz richtig und war auch nicht so gemeint.

Daher hier die Richtigstellung meiner Aussage: Die reine Suche und Auswahl funktioniert selbstverständlich. Mit XING, über Manatnet oder über eine beliebige andere Datenbank. Was aber nach meiner festen Überzeugung tatsächlich "People-Business" ist und auch bleiben sollte, ist die Qualitätssicherung. Das kann uns (noch) keine Software-Lösung abnehmen.

Und Sie haben vollkommen Recht, Herr Becker: Der Provider, der das beherzigt, hat selbstverständlich auch die Top Interim Manager in seinem Netzwerk.

Herr Becker hat einen wichtigen Hinweis gegeben und mich gleichzeitig in einer Aussage korrigiert. Ich habe oben geschrieben, dass [quote]"[i]die Suche und Auswahl von Interim Managern über eine Online-Lösung nicht funktioniert[/i]" und "[i]ein reines People-Business[/i]" [/quote]ist. Das ist so nicht ganz richtig und war auch nicht so gemeint. Daher hier die Richtigstellung meiner Aussage: Die reine [b]Suche und Auswahl[/b] funktioniert selbstverständlich. Mit XING, über Manatnet oder über eine beliebige andere Datenbank. Was aber nach meiner festen Überzeugung tatsächlich "People-Business" [b]ist[/b] und auch [b]bleiben sollte[/b], ist die [u]Qualitätssicherung[/u]. Das kann uns (noch) keine Software-Lösung abnehmen. Und Sie haben vollkommen Recht, Herr Becker: Der Provider, der das beherzigt, hat selbstverständlich auch die Top Interim Manager in seinem Netzwerk.
Guest - Jürgen Becker on Monday, 14 October 2013 14:54

Da, wiederum, lieber Herr Sunkel,

sind wir uneingschränkt einer Meinung!

Gruß

Jürgen Becker

Da, wiederum, lieber Herr Sunkel, sind wir uneingschränkt einer Meinung! Gruß Jürgen Becker
Guest - Kurt Schädler on Thursday, 17 October 2013 12:47

Sehr geehrter Herr Sunkel

Ich bin selbst Interim Manager seit 10 Jahren und sehe mich mit meiner Ausbildung (zwei Universitätsabschlüsse, mehrere Diplome) und meiner Erfahrung (mehrere Branchen) als "echten" Interim Manager.

Meine Erfahrung zeigt, dass es für uns Interim Manager mehrere Kanäle braucht: eigenes Netzwerk, sogenanntes sekundäres Netzwerk (ich kenne jemanden, der wiederum jemanden kennt), Interim Provider, Online Plattformen, Verbände.

Entschuldigen Sie meine Offenheit: aber ein Provider mit 1200 Interim Managern ist für mich bereits suspekt. Sie können gar nicht alle Interim Manager kennen. Es geht darum, dem Kunden "auf jeden Fall" einen (sogenannten) Interim Manager anbieten zu können. Es geht also nicht mehr um Qualität, sondern nur noch um den Abschluss, was sicher legitim ist.

Meine Erfahrung zeigt auch, dass der Druck der Kunden auf die Preise auch von den Interim Providern mitgetragen wird, also lieber einen billigen (sogenannten) Interim Manager als einen qualitativ hochstehenden, denn Qualität kostet.

Ich arbeite häufig mit Providern zusammen, diese kennen mich persönlich und kennen meine Stärken, welche sie den Kunden auch mitteilen können. Der Kunde ist am Ende besser dran, weil er zwar einen höheren Tagessatz zahlen muss, das Mandat aber schneller beendet und zielorientierter beendet wird. Das muss ihm der Provider aber verkaufen.

Mein Fazit: es braucht Provider, Online Plattformen, persönliche Netzwerke, Verbände. Aber die Qualität und die Zusammenarbeit muss stimmen, sonst verlieren am Ende alle: Kunde, Provider, IM.

Freundliche Grüsse
Kurt Schädler

Sehr geehrter Herr Sunkel Ich bin selbst Interim Manager seit 10 Jahren und sehe mich mit meiner Ausbildung (zwei Universitätsabschlüsse, mehrere Diplome) und meiner Erfahrung (mehrere Branchen) als "echten" Interim Manager. Meine Erfahrung zeigt, dass es für uns Interim Manager mehrere Kanäle braucht: eigenes Netzwerk, sogenanntes sekundäres Netzwerk (ich kenne jemanden, der wiederum jemanden kennt), Interim Provider, Online Plattformen, Verbände. Entschuldigen Sie meine Offenheit: aber ein Provider mit 1200 Interim Managern ist für mich bereits suspekt. Sie können gar nicht alle Interim Manager kennen. Es geht darum, dem Kunden "auf jeden Fall" einen (sogenannten) Interim Manager anbieten zu können. Es geht also nicht mehr um Qualität, sondern nur noch um den Abschluss, was sicher legitim ist. Meine Erfahrung zeigt auch, dass der Druck der Kunden auf die Preise auch von den Interim Providern mitgetragen wird, also lieber einen billigen (sogenannten) Interim Manager als einen qualitativ hochstehenden, denn Qualität kostet. Ich arbeite häufig mit Providern zusammen, diese kennen mich persönlich und kennen meine Stärken, welche sie den Kunden auch mitteilen können. Der Kunde ist am Ende besser dran, weil er zwar einen höheren Tagessatz zahlen muss, das Mandat aber schneller beendet und zielorientierter beendet wird. Das muss ihm der Provider aber verkaufen. Mein Fazit: es braucht Provider, Online Plattformen, persönliche Netzwerke, Verbände. Aber die Qualität und die Zusammenarbeit muss stimmen, sonst verlieren am Ende alle: Kunde, Provider, IM. Freundliche Grüsse Kurt Schädler
Guest - Rainer Krause on Wednesday, 12 March 2014 20:31

Sehr geehrter Herr Sunkel,

ich bin selbst Interim Manager seit 2002. Den Ausführungen des Kollegen Schädler kann ich nur zustimmen:
" es braucht Provider, Online Plattformen, persönliche Netzwerke, Verbände. Aber die Qualität und die Zusammenarbeit muss stimmen, sonst verlieren am Ende alle: Kunde, Provider, IM."

Und meine persönliche Erfahrung ist, daß über alle diese unterschiedlichen Kanäle qualitätsvolle Kontakte und Abschlüsse zum Nutzen aller Beteiligten entstehen können - kein Kanal ist davon per se ausgenommen. Und gleichzeitig gibt es in allen diesen Kanälen auch Anbieter oder Kontakte, die es mit der Qualitätssicherung nicht so genau nehmen.

Jeder Kunde, der einen IM sucht, und jeder IM, der seine Dienste anbietet, muß im Einzelfall herausfinden, ob sein Ansprechpartner die Qualität auch liefern kann, die er verspricht. Vollmundige Ankündigungen auf Webseiten sind keine Garantie. Mit der Zeit "kennt man seine Pappenheimer" - aber eben erst dann. Es ist halt wie sonst im Leben auch.

Freundliche Grüsse: Rainer Krause

Sehr geehrter Herr Sunkel, ich bin selbst Interim Manager seit 2002. Den Ausführungen des Kollegen Schädler kann ich nur zustimmen: " es braucht Provider, Online Plattformen, persönliche Netzwerke, Verbände. Aber die Qualität und die Zusammenarbeit muss stimmen, sonst verlieren am Ende alle: Kunde, Provider, IM." Und meine persönliche Erfahrung ist, daß über alle diese unterschiedlichen Kanäle qualitätsvolle Kontakte und Abschlüsse zum Nutzen aller Beteiligten entstehen können - kein Kanal ist davon per se ausgenommen. Und gleichzeitig gibt es in allen diesen Kanälen auch Anbieter oder Kontakte, die es mit der Qualitätssicherung nicht so genau nehmen. Jeder Kunde, der einen IM sucht, und jeder IM, der seine Dienste anbietet, muß im Einzelfall herausfinden, ob sein Ansprechpartner die Qualität auch liefern kann, die er verspricht. Vollmundige Ankündigungen auf Webseiten sind keine Garantie. Mit der Zeit "kennt man seine Pappenheimer" - aber eben erst dann. Es ist halt wie sonst im Leben auch. Freundliche Grüsse: Rainer Krause
Guest - Mailao on Sunday, 15 March 2015 11:40

Personalvermittler braucht dei Welt überhaupt nicht. Die sog. Qualitätssicherung kann nur von dem leitenden Chef der Abteilung durchgeführt werden die eine Interim-Fachkraft sucht. Nur dieser Chef weiß welche Skills er benötigt und zwar besser als jede Personalabteilung und sowieso besser als jeder Outsider.
Personalvermittlungen sind reine Geldverschwendung und absolut unfähig sowieso.

Personalvermittler braucht dei Welt überhaupt nicht. Die sog. Qualitätssicherung kann nur von dem leitenden Chef der Abteilung durchgeführt werden die eine Interim-Fachkraft sucht. Nur dieser Chef weiß welche Skills er benötigt und zwar besser als jede Personalabteilung und sowieso besser als jeder Outsider. Personalvermittlungen sind reine Geldverschwendung und absolut unfähig sowieso.
Guest - Jürgen Becker on Sunday, 15 March 2015 16:13

Dem stimme ich zu, Mailao, (ist Ihnen aufgefallen, dass die Profis hier ihren Namen nennen?):

"Nur dieser Chef weiß welche Skills er benötigt und zwar besser als jede Personalabteilung und sowieso besser als jeder Outsider."

Das wird auch kaum jemand in Frage stellen. Die Qualitätsicherung, von der hier gesprochen wird, betrifft die Interim Manager, die angeboten werden. Wenn Sie wüssten, wer sich alles so Interim Manager nennt...

Die Aufgabe der Interim-Provider ist es - unter anderem - dafür zu sorgen, dass solche Leute nicht beim Kundenunternehmen aufschlagen. Allein diese Tätigkeit kann ich aus eigener Erfahrung als elementaren Vorteil herausstellen, der für Provider spricht.

Dem hier kann ich natürlich nicht zustimmen:

"Personalvermittlungen sind reine Geldverschwendung und absolut unfähig sowieso."

Wenn ich mal vom bemerkenswerten Rundum-Tiefschlag "absolut unfähig sowieso" absehe: Darüber würde ich liebend gern mal mit Ihnen öffentlich auf einem Podium streiten. Sehr wahrscheinlich würde ich dann die Aufwendungen im Gepäck haben, die ein professioneller Provider z. B. für Vertrieb, Werbung, Suchmaschinenoptimierung, Sicherheit im Internet oder rechtliche Tehmen im Gepäck haben.

Kann sein, dass Ihnen dann die Luft wegbleibt....!

Gruß

Jürgen Becker
MANATNET

Dem stimme ich zu, Mailao, (ist Ihnen aufgefallen, dass die Profis hier ihren Namen nennen?): "Nur dieser Chef weiß welche Skills er benötigt und zwar besser als jede Personalabteilung und sowieso besser als jeder Outsider." Das wird auch kaum jemand in Frage stellen. Die Qualitätsicherung, von der hier gesprochen wird, betrifft die Interim Manager, die angeboten werden. Wenn Sie wüssten, wer sich alles so Interim Manager nennt... Die Aufgabe der Interim-Provider ist es - unter anderem - dafür zu sorgen, dass solche Leute nicht beim Kundenunternehmen aufschlagen. Allein diese Tätigkeit kann ich aus eigener Erfahrung als elementaren Vorteil herausstellen, der für Provider spricht. Dem hier kann ich natürlich nicht zustimmen: "Personalvermittlungen sind reine Geldverschwendung und absolut unfähig sowieso." Wenn ich mal vom bemerkenswerten Rundum-Tiefschlag "absolut unfähig sowieso" absehe: Darüber würde ich liebend gern mal mit Ihnen öffentlich auf einem Podium streiten. Sehr wahrscheinlich würde ich dann die Aufwendungen im Gepäck haben, die ein professioneller Provider z. B. für Vertrieb, Werbung, Suchmaschinenoptimierung, Sicherheit im Internet oder rechtliche Tehmen im Gepäck haben. Kann sein, dass Ihnen dann die Luft wegbleibt....! Gruß Jürgen Becker MANATNET
Guest - Uwe Sunkel on Monday, 16 March 2015 07:46

Herr Becker sagt es höflich. Inhaltlich kann ich dem nur zustimmen. Die Art und den Inhalt des Kommentars von Mailao möchte ich darüber hinaus jedoch als ausgesprochen dumm bezeichnen.

Wer solch einen unqualifizierten Unsinn schreibt, tut gut daran, sich hinter einem Pseudonym verstecken. Und das sage ich weder als Manager mit 20 Jahren Linienerfahrung, noch als "Personalvermittler" - das sage ich als gebildeter Mensch, dem eine gute Ausdrucksweise, gute Umgangsformen und eine gewisse "Netiquette" zueigen sind.

Beste Grüße,
Uwe Sunkel

Herr Becker sagt es höflich. Inhaltlich kann ich dem nur zustimmen. Die Art und den Inhalt des Kommentars von Mailao möchte ich darüber hinaus jedoch als ausgesprochen [b]dumm[/b] bezeichnen. Wer solch einen unqualifizierten Unsinn schreibt, tut gut daran, sich hinter einem Pseudonym verstecken. Und das sage ich weder als Manager mit 20 Jahren Linienerfahrung, noch als "Personalvermittler" - das sage ich als gebildeter Mensch, dem eine gute Ausdrucksweise, gute Umgangsformen und eine gewisse "Netiquette" zueigen sind. Beste Grüße, Uwe Sunkel
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