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Einkaufspotenziale stärker nutzen

Geld

Aus der Krise gehen die Starken stärker und die Schwachen schwächer heraus!"

Viele Unternehmen kämpfen mit steigendem Wettbewerb und gleichzeitig steigendem Kostendruck. Hier kann der Einkauf durch proaktives und schnelles Handeln helfen, entscheidende Kosten- und Liquiditätsvorteile zu erzielen.

KOSTENSENKUNG

Bei Kostensenkungsmaßnahmen zählt vor allem schnelle Wirksamkeit der Einsparung. „Man wird nicht reich durch das was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt", so Henry Ford.

Eine Optimierung in der Beschaffung und daraus resultierende Kostensenkungen schlagen sich unmittelbar in der G+V nieder. Durch konsequente Umsetzung lassen sich Kosten kurzfristig um bis zu 25 % senken. Maßnahmen, die unmittelbar und spür­bar auf Liquidität und G+V-Rech­nung wirken, haben in kritischen Situationen natürlich Vorrang.

Folgendes ist dabei entscheidend:
- Zeitnahe Reaktion auf Marktveränderungen,
- „Keine heiligen Kühe", mit Fokus des Einkaufs auf bisher nicht oder wenig bearbei­tete Warengruppen
- Prüfung der Einkaufsbedingungen, sowohl der eigenen als auch der akzeptierten
- Prüfung der Einkaufspolicies und  Einschränkung der Bestellmöglichkeit seitens "Nichteinkäufern".

AKTIVES RISIKOMANAGEMENT

Kernthema ist die Transparenz im Einkauf. Frühzeitig agieren schafft hier notwendige Flexibilität. Die folgenden Maßnahmen helfen Risiken durch krisenbedingte Schwächung einzelner Lieferanten zu reduzieren:
- Regelmäßige Bonitätsprüfung und enger Kontakt zu den eigenen Engpasslieferanten.
- Entwicklung klarer Aktivitätsabläufe und Frühwarnindikatoren für Krisen und kritische Informationen

CASH TO CASH MANAGEMENT

Die Optimierung des Cashflow und der Liquidität durch Betrachtung des Zeitraums von Cash-out zu Cash-in im Einkauf führt zu einer weiteren Reihe von Maßnahmen.
- Vertragsprüfungen bezüglich Leistungsbeziehung und Zahlungsbedingungen.
- Verwertung abgeschriebener Investitionsgüter sowie der Neben-/ Abfallprodukten.
- Reduktion des Umlaufvermögens durch neue Lieferzyklen und –mengen Lagerhaltungsstrategien 
- Überprüfung der Entscheidungsregeln bei Kauf oder Finanzierung von Investitionsgütern.
- Überprüfung der Einkaufsstrategie.
- Bessere Terminierung des Materialkaufs für Bündelung und Nutzung zyklischer Preise.

INFORMATIONS-CHAIN-MANAGEMENT

Informationen sind im Einkauf entscheidend für den Erfolg. Daher liegt ein Fokus auf Pflege, Zugang zu Informationen und Kontrolle der Kom­munikationskanäle.

Gerade für mittelständische produzierende Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb unter starkem Druck stehen, ist ein effektives Informationsmanagement. Transparenz und Aktualität sowohl auf der Vertriebs- als auch auf der Beschaffungsseite sind sowohl entscheidende Erfolgsfaktoren als auch Potenzialträger. So sind in vielen Einkaufsbereichen und Warengruppen Einsparpotenzial von 10-20% keine Seltenheit.

Eingeführte Geschäftsabläufe werden in der Regel nicht hinterfragt und nicht kontinuierlich auf Optimierungsmöglichkeiten hin untersucht. Dabei liegen Einsparpotenziale dabei nicht nur in günstigeren Preisen sondern vor allem in der Optimierung der Informationsprozesse.

Heute verfügen alle über moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Erfolgreiche Beschaffungsarbeit ist davon abhängig, wie es gelingt, alle benötigten Daten und Spezifikationen zu jeder Zeit und in jedem beliebigen Medium zur Verfügung zu haben oder weiter zu geben. ABER häufig fehlt sowohl das Wissen um die Spezifikationen zu beschaffenden Artikel als auch die Transparenz im Prozess von der Bedarfsentstehung bis zur Lieferung. Von ganzheitlichem strategischen Beschaffungs­mana­ge­ment ganz zu schweigen. Folglich werden 80 Prozent der Zeit und Arbeitskraft auf nur 20 Prozent des Einkaufsvolumens verwendet. Operative Hektik, vor allem bei B- und C-Teilen, prägt den Alltag. Strategische Aufgaben geraten ins Hintertreffen.

Offene Kommunikation mit den A-Lie­fe­ran­ten hilft auch Fehlinformationen zu vermeiden und Trends früh zu kommunizieren. Hier helfen auch "Spielregeln" der Kommunikation mit und zwischen den Lieferanten.

In der Regel können die Betroffenen selbst nicht in die notwendige sachliche Distanz zum eigenen System gehen – hier können wir Sie mit einem objektiven Blick von außen Ihnen helfen, Potenziale zu entdecken und gemeinsam mit Ihn und Ihren Mitarbeitern zielführende Lösungen entwickeln.

FÖRDERMITTEL NUTZEN BEI INVESTITIONEN

Auch hier kann der Einkauf tätig werden, durch die Prüfung von Technologievorhaben auf Förderfähigkeit und deren Umsetzung.
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Comments 2

Rudolf Fischer on Wednesday, 24 January 2018 16:43

Sehr guter Artikel; wenn auch nicht generell einsatzbar, ist das Thema "e-auction" (Stichwort: commodities) mittlerweile ein bewährtes Tool.

Sehr guter Artikel; wenn auch nicht generell einsatzbar, ist das Thema "e-auction" (Stichwort: commodities) mittlerweile ein bewährtes Tool.
Rainer Fioriolli on Monday, 29 January 2018 11:54

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Ich glaube, dass auch im Zeitalter der Digitalisierung der Einkauf immer noch unterschätzt wird, da vieles auch in xxx.4 deutlich mehr "menschelt" als die ITler glauben.

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Ich glaube, dass auch im Zeitalter der Digitalisierung der Einkauf immer noch unterschätzt wird, da vieles auch in xxx.4 deutlich mehr "menschelt" als die ITler glauben.
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Saturday, 24 February 2018

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