Neue Recruiter braucht das Land

Neue Recruiter braucht das Land
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Anforderungen an ein effektives Recruiting gewachsen sind. Der vor langer Zeit bereits prophezeite War-for-Talent ist inzwischen in den Unternehmen angekommen. Es scheint eine deutsche Krankheit zu sein, Entwicklungen zunächst einmal abzuwarten, um dann – meist mit gehöriger Verspätung – darauf zu reagieren. So passt es denn auch ins Bild, dass wir in vielen Unternehmen noch immer den völlig überholten Recruiter 1.0 antreffen.

Wenn sich Märkte ändern und Kunden andere Bedürfnisse entwickeln, dann reagieren produzierende Unternehmen darauf mit veränderten Produkten und/oder Leistungen. Zumindest die erfolgreichen Unternehmen tun dies. Bleibt eine Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen aus, kann sich dies sehr rasch zu einem uneinholbaren Wettbewerbsnachteil entwickeln.

Recruiting ist Produktion

Kann man eine Produktion mit Recruiting vergleichen? Ich wage an dieser Stelle einmal die These: Recruiting ist nichts anderes als die Produktion von Mitarbeitern. Und damit muss Recruiting den Gesetzen des Marktes folgen – oder untergehen.

Autsch. Da höre ich schon die Recruiter-Gilde aufschreien. Teert und federt ihn! Wie kann er nur so etwas sagen? Wir produzieren doch keine Mitarbeiter, sondern wir ... – ja, und da wird's dann dünn in der Argumentation. Was tut Ihr denn, liebe Recruiter? Die Recruiter der alten Schule verwalten Bewerber, schalten Stellenanzeigen und überprüfen Qualifikationen in den Interviews. Und wenn das Business sagt: „Spring!", dann fragt der Recruiter 1.0 nur: „Wie hoch?" Das hat nicht viel mit meinem Verständnis von professionellem Recruiting zu tun. Geschweige denn mit einem Wertbeitrag. Diese Recruiter haben es sich innerhalb einer Komfort-Zone bequem gemacht.

Die Anforderungen des Marktes

Der Recruiter 2.0 muss aus diesem Wohlfühlbereich heraustreten und seine Rolle an die Anforderungen des Marktes anpassen. Im Wesentlichen geht es dabei um

  • die demographische Entwicklung
  • den generellen Fachkräftemangel und
  • die veränderten Bedürfnisse von Bewerbern

Alles nichts Neues. Umso unverständlicher ist es da, dass noch immer so viele Recruiter wie das Kaninchen vor der Schlage ausharren. Der Recruiter 1.0 hat heute bereits große Probleme, seine (i. d. R. hausgemachten) Probleme in den Griff zu bekommen. Und diese Probleme werden noch weiter zunehmen, wenn darauf nicht in passender Weise reagiert wird.

Nehmen Sie ein beliebiges Produkt und betrachten Sie dessen Lebenszyklus. Sie werden leicht feststellen, dass spätestens dann, wenn sich der Markt verändert hat, auch das Produkt angepasst wurde. Besonders erfolgreiche Unternehmen haben solche Entwicklungen sogar antizipiert und im voraus darauf reagiert. Ich stelle diese Forderung an jeden Recruiter, der seine Aufgabe wirklich ernst nimmt und einen Wertbeitrag für seinen Arbeitgeber leisten möchte. Entwickeln Sie die Recruiting-Skills, die der Markt inzwischen braucht.

Welche persönlichen Entwicklungen sind denn nun notwendig, damit aus dem traditionellen ein moderner Recruiter wird. Achtung: An dieser Stelle ist Vorsicht geboten! Es gibt kein Patentrezept für erfolgreiches Recruiting. Genauso wenig gibt es den Prototypen des erfolgreichen Recruiters. Wenn es ein solches Rezept gäbe, dann würde ich ein Buch darüber schreiben und könnte von den Tantiemen sicherlich gut leben. Ich habe es schon oft zuvor gesagt und tue es hier erneut: Recruiting muss zum jeweiligen Unternehmen, dessen Kultur, dessen Marktauftritt und dessen Menschen passen.

Individueller Ansatz statt Gießkannen-Prinzip

Es genügt nicht, Themen wie Active Sourcing oder Social Media Recruiting ins Portfolio aufzunehmen und auf einen durchschlagenden Erfolg zu warten. Aus diesem Grund funktionieren auch die meisten Trainings zu diesen Themen nicht. Insbesondere die kostengünstigen offenen Trainings, die häufig ach dem bekannten Gießkannen-Prinzip konzipiert sind. Die gleiche Information für alle Teilnehmer. Falscher Ansatz.

Natürlich ist es wichtig und richtig, Recruiting aktiv zu betreiben. Was das aber für Ihr Unternehmen bedeutet und wie es am sinnvollsten umgesetzt werden kann, das finden Sie nur heraus, wenn Sie gemeinsam mit einem Experten über die Möglichkeiten sprechen und dann einen individuellen Weg beschreiten. Das ist übrigens auch nicht viel teurer, als ein offenes Seminar oder Training – nur eben um ein Vielfaches effektiver.

Ein guter Startpunkt ist z. B. unser Recruiting Audit. Hier erhalten Sie nach nur zwei Tagen eine neutrale, wertfreie Expertenmeinung über Ihr Recruiting. Das Ergebnis ist eine sehr konkrete Aussage über eventuelle Risiken – aber vor allem über die verborgenen Potentiale und Chancen. Auf dieser Basis können Sie anschließend sehr zielgerichtet an den Stellschrauben drehen, die Ihr Recruiting noch erfolgreicher machen.

Neue Recruiter braucht das Land!


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