Uwe Sunkel

Seit über 20 Jahren führt Uwe Sunkel Projekte im nationalen und internationalen Human Resources Umfeld durch. Zu seinen Kunden gehören Unternehmen des Mittelstands ebenso wie internationale Großkonzerne.

Das Kino ist tot - oder: was Kunden wirklich wollen

Das Kino ist tot - oder: was Kunden wirklich wollen

Es gibt nur wenige Zitate, die sich in meinem Denken nachhaltig festgesetzt haben. Und darunter wiederum nur zwei oder drei, die ich gerne zur Maxime meines unternehmerischen Handelns gemacht habe. Eines dieser Statements stammt von Hans-Joachim Flebbe, dem Begründer der Cinemaxx Kinos. Ich habe das Zitat erstmals während meiner Studienzeit gelesen - und war berührt von der Einfachheit des Gedankens.

Der Untergang des cineastischen Abendlandes

Man muss voranstellen, dass Flebbe zu einer Zeit ins Kino-Geschäft eingestiegen ist, zu der die Propheten den Untergang des cineastischen Abendlandes vorhergesagt haben. Der Begriff „Kinosterben" war damals kein unbekannter sondern ein sehr nachvollziehbarer Gedanke. Das Privatfernsehen war auf dem Vormarsch und zeigte kostenfrei die Programme, die von den öffentlich rechtlichen Anstalten Ende der 90er Jahre mangels inhaltlichem Anspruch, vielleicht auch aufgrund der hohen Lizenzkosten, nicht ausgestrahlt werden konnten. Den Zuschauern gefiel's. Hinzu kam der Boom der Videotheken, in denen man für wenig Geld all das ausleihen konnte, was es vor kurzem noch im Kino gab. Wozu also noch mit hunderten anderen Gästen in überheizten und stickigen Räumen ausharren?

Die richtigen Kinos bauen

Das Schicksal schien besiegelt. Doch nicht für Flebbe. Dieser eröffnete im Jahr 1991 sein erstes Cinemaxx-Kino in Hannover - und revolutionierte damit das Kinogeschäft. Wenig später wurde der Unternehmer gefragt, wie er den Mut aufbringen konnte, gegen alle Überzeugungen in einen totgeglaubten Markt zu investieren. Seine Antwort war kurz, einfach und bestechend: „Das Publikum ist da - man muss ihm nur die richtigen Kinos bauen." Bumm - das hatte gesessen. Der Nachhall war gigantisch. Nie zuvor - und selten danach - habe ich eine Ohrfeige schöner ausklingen gehört.

Bei mir geschah damals etwas Besonderes. Ich gelangte zu der Überzeugung, dass die Masse immer Unrecht hat. Ich möchte gar nicht zu tief in die wissenschaftliche Begründung dieses Statements einsteigen. Nur soviel: Wer Mainstream liest, Streit als unbequem erachtet und Angst von Tiefschlägen hat, der kann keine neuen Ideen entwickeln. Das gilt im Privaten ebenso wie im Business. Es gibt sogar Börsen-Theorien, die auf dieser Überzeugung aufbauen und damit nicht gerade erfolglos sind. Ich habe seither einiges getan, wovon mir zahlreiche Menschen (insbesondere gute Freunde) abgeraten haben. Und das war - bis auf ganz wenige Ausnahmen - stets der richtige Ansatz.

Warum erzähle ich das alles? In Kürze werde ich erneut etwas tun, wovon mir viele Menschen abgeraten haben.

Wie meine Leser wissen, steht hinter hr.vest ein Netzwerk von inzwischen mehr als 3.000 Interim Managern, Projektmanagern und Themen Experten. Wir haben dieses Netzwerk über einen Zeitraum von ungefähr 10 Jahren aufgebaut und gepflegt. Projektanfragen unserer Kunden besetzen wir gerne und regelmäßig aus diesem Kollegen-Kreis.

Was will der Markt?

Glaubt man den einschlägigen Studien zum Thema Interim Management, dann entscheiden sich mindestens 30% aller Unternehmen noch immer gegen einen Einsatz von Interim Managern, weil sie die hohen Kosten scheuen. Ich bin überzeugt davon, dass die Dunkelziffer noch sehr viel höher liegt. Es ist kein Geheimnis, dass ausnahmslos alle Provider hohe Provisionen für die Suche, Auswahl und Vermittlung des passenden Interim Managers berechnen. Bis zu 35% Aufschlag auf den Tagessatz sind dabei keine Seltenheit. Das stößt bei den suchenden Unternehmen natürlich sauer auf, da sie die Auswahl ja auch selbst durchführen könnten - wenn Sie nur auf eine ausreichend große Anzahl potentieller Kandidaten zugreifen könnten.

taskspreader ist online

Und genau an dieser Stelle setzen wir nun an. Bereits in wenigen Tagen werden wir suchende Unternehmen und Interim Manager über eine maßgeschneiderte Recruiting-Plattform direkt zusammenbringen. Neu dabei ist, dass wir bei jeder Anfrage den unmittelbaren Kontakt zwischen dem Unternehmen und den vorselektierten Interim Managern herstellen - ohne dafür eine Vermittlungsprovision zu berechnen. Wir verzichten sogar auf den Wettbewerbsschutz. Selbst die Registrierung und Nutzung der Plattform sind vollständig kostenfrei. Das klingt wie wirtschaftlicher Selbstmord - ist es aber nicht. Wir haben uns nur entschieden, die richtigen Kinos zu bauen!

Weitere Informationen finden Sie ab sofort unter www.taskspreader.com

Übrigens: alle bei consultnet bereits registrierten Interim Manager müssen nichts tun. Die Funktionen stehen Ihnen bei Verwendung Ihres bisherigen Benutzernamens unmittelbar nach dem Start kostenfrei zur Verfügung.


Recruiting und Talentmanagement
Praxishandbuch Interim Management

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